Am nächsten Abend habe ich angefangen zu suchen – erst nicht nach einem Produkt, sondern nach dem Prinzip: Rotlicht Haut, LED-Lichttherapie Falten, Nahinfrarot Kollagen.
Was ich fand, hat mich überrascht: LED-Lichttherapie ist keine neue Beauty-Erfindung. Sie wird seit Jahren dermatologisch erforscht und in Hautarztpraxen und Kosmetikinstituten eingesetzt. Der Fachbegriff dafür ist Photobiomodulation.
Eine Arbeit ist mir dabei besonders hängen geblieben.
Eine randomisierte, doppelblinde Untersuchung mit 76 Teilnehmern, veröffentlicht im Journal of Photochemistry and Photobiology B. Sie war so aufgebaut, dass man sich das Ergebnis kaum schönreden kann: Behandelt wurde nur eine Gesichtshälfte, die andere bekam ein wirkungsloses Placebo-Licht. Weder die Teilnehmer noch die auswertenden Ärzte wussten, welche Seite welche war. Verwendet wurden die Wellenlängen 633 und 830 Nanometer, zweimal pro Woche über vier Wochen.
Gemessen wurde nicht nach Gefühl: die Faltentiefe profilometrisch, die Elastizität mit Messgerät. Und zusätzlich wurden Gewebeproben unter dem Mikroskop ausgewertet. Dort zeigte sich in der behandelten Haut eine histologisch nachweisbar erhöhte Bildung von Kollagen und elastischen Fasern (Lee et al., Journal of Photochemistry and Photobiology B, 2007).
Der Mechanismus dahinter hat für mich sofort Sinn ergeben:
Rotlicht (ca. 630–660 nm) dringt bis in die Lederhaut vor – also genau in die Schicht, in der Kollagen und Elastin gebildet werden.
Nahinfrarot (ca. 850 nm) dringt von den eingesetzten Wellenlängen am tiefsten ein und kann Durchblutung und Zellregeneration unterstützen.
In den Zellen wird dieses Licht von den Mitochondrien aufgenommen, den Kraftwerken der Zelle. Sie stellen daraufhin mehr Energie bereit – und Fibroblasten, die mehr Energie haben, können wieder aktiver arbeiten. Unter anderem an Kollagen und Elastin.
Und jetzt der Unterschied, der mich fünfzehn Jahre gekostet hat:
Eine Creme hat ein Transportproblem. Licht hat keins. Licht muss nicht durch die Hornschicht getragen werden, es geht durch. Es braucht kein Molekül, das klein genug ist. Es braucht keine Nadel.
Und ich habe mich gefragt: Warum hört man davon eigentlich so wenig?
Vielleicht, weil man mit Licht kein Dauergeschäft machen kann. Cremes, Seren und Behandlungen kauft man immer wieder nach, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Ein Lichttherapie-Gerät kauft man einmal.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin nicht gegen Pflege. Ein guter Sonnenschutz ist das Wirksamste, was du überhaupt auf deine Haut auftragen kannst, und eine gute Feuchtigkeitspflege lässt sie sofort besser aussehen. Ich würde beides nie weglassen. Aber von innen aufspannen kann eine Creme deine Haut nicht.
Bei meiner Recherche bin ich schließlich auf ein Gerät gestoßen, das genau diesen Ansatz für zuhause umsetzt – und das durchweg gut bewertet wird: die LumiFace.
Eine LED-Gesichtsmaske mit 8 Lichtfarben – darunter genau die beiden, um die es in der Studie ging: Rotlicht für die Lederhaut und Nahinfrarot mit 850 nm für die tieferen Schichten. Dazu 100 LEDs für das ganze Gesicht, Timer mit 10, 15 und 20 Minuten, Fernbedienung – und dermatologisch getestet.